Jazzensembles



Béla Meinberg Quartett


Dieses Quartett wurde im Herbst 2015 vom jungen Hamburger Pianisten Béla Meinberg gegründet und hat seitdem ein Programm, größtenteils aus Eigenkompositionen des Bandleaders bestehend, geformt und in aufregenden Konzerten präsentiert.

 

Béla Meinberg erhielt mit 12 Jahren ersten Jazzklavierunterricht bei seinem Vater (ebenfalls Jazzpianist) und studiert seit Oktober 2013 an der HfMT Hamburg. Seit 2015 ist er Stipendiat der Oskar und Vera Ritter-Stiftung und seit 2016 Mitglied des Bundesjazzorchesters. Alle vier Musiker sind längst mit ihren eigenen Projekten in der Jazzszene angekommen und bilden hier eine Band auf der Suche nach ihrem eigenen Klang.

 

Foto: Ludwig Geiß

 

Besetzung:
Anna-Lena Schnabel - Altsaxophon

Tilman Oberbeck - Kontrabass

Jan-Phillip Meyer - Schlagzeug

Béla Meinberg - Klavier

 

 


Blue Spoons


Blue Spoons

ist eine stilvolle, harmonische und sinnliche Symbiose von Gesang, Klavier,Gitarre,Bass und Schlagzeug, auf hohem musikalischem Niveau

 

Blue Spoons

steht für Professionalität. Wir studieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, jeder einzelne beherrscht sein Instrument virtuos und kompetent.

Blue Spoons

bietet ein großes Repertoire. Klangwelten, in denen sich abwechslungsreicher Jazz und facettenreicher Gesang begegnen über temporeichem rhythmischem Swing-Pop bis hin zu aktuellen Charthits. Eine stimmungsvolle Begleitung für Ihre Veranstaltung – Wir treffen immer den richtigen Ton

 

Blue Spoons

ist flexibel. Wir gehen auf Ihre individuellen Wünsche bei der musikalischen Gestaltung Ihres Events ein. 

Desweiteren spielt natürlich gerne das ganze Ensemble für Sie, unsere Sängerin können Sie jedoch auch für kleinere Veranstaltungen mit ein bis drei Musikern buchen.

Mögliche Kombinationen wären dabei Quartett (Gesang, Klavier, Bass, Schlagzeug), Trio (Gesang, Bass, Klavier) oder (Gesang, Klavier, Schlagzeug), Duo (Gesang, Klavier).

 

Blue Spoons

liebt die Musik und lebt dafür. Diese Leidenschaft möchten wir mit Ihnen und Ihren Gästen teilen. Wir freuen uns darauf Sie musikalisch zu verzaubern.

 

 

www.blue-spoons.de

 


David Grabowski Quartett


Ende 2015 gründet der Hamburger Gitarrist David Grabowski, bisher überwiegend als Sideman tätig, sein eigenes Quartett. Die Eigenkompositionen sind atmosphärischer moderner Jazz, der jedoch die Tradition durchschimmern lässt. David Grabowski ist kein Spezialist.

 

Seine Musik ist keinem Idiom verpflichtet und steht zwischen Postbob- Harmonik und Artpop-Ästhetik als Konglomerat der verschiedensten musikalischen Einflüsse des 24 jährigen Gitarristen. Hier wird an bekanntes angeknüpft, um neue Wege zu gehen.

 

 

Besetzung:

David Grabowski (g)

Béla Meinberg (p)

Christian Müller (b)

Felix Dehmel (d)


Konstantin Herleinsberger Quartett


„Energiegeladen und voller Elan oder versonnen balladesk – das Konstantin Herleinsberger Quartett […] mischt in seinem Programm geschickt ruhige und lebhaft pulsierende Stücke. Sie können ebenso überzeugend kühl, aber nicht unterkühlt spielen wie wenig später dann vibrierend und voller Energie.“ (Coburger Tageblatt)

Aus der Nürnberger Jazz-Szene, ihrer gemeinsamen musikalischen Heimat, formierten sich um den Tenor-Saxophonisten Konstantin Herleinsberger drei weitere Musiker, deren Herz im Jazz-Rhythmus schlägt. Der Schlagzeuger Dominik Raab, Andreas Feith am Piano und Peter Christof am Bass schlossen sich zum „Konstantin Herleinsberger Quartett“ zusammen. Mit ihren Arrangements in modernem Straight Ahead Sound und Improvisationskunst aus eigener Feder entwickeln sie die individuelle Klangformel ihrer musikalischen Virtuosität.

 

Dieses junge musikalische Netzwerk etablierte sich schon nach kurzer Einspielphase als Gewinner des Hansjürg Hensler Wettbewerbs 2015 im Rahmen des Kemptener Jazz-Frühlings. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Bayern (LAG Jazz) ausgelobte Preis ist mit einer Tournee durch namhafte Jazzclubs in bayrischen Städten dotiert.


Lasse Golz Quartett


Die vielfältigen Facetten von Groove und groovebezogener Musik nicht nur aus dem Jazzbereich stehen im Fokus dieses Quartetts, das der Saxophonist Lasse Golz mit befreundeten Musikern aus Hamburg und Amsterdam formiert hat. Doch Groove ist nicht alles, so richtig in Fahrt kommt die Musik dieser Band erst in der Improvisation, angetrieben von der Spannung, die entsteht, weil man nie so genau wissen kann, was als nächstes passiert.

 

 

 

 

Besetzung:

Dany Ahmad: Gitarre

Noah Rott: Keyboards

Jan-Phillip Meyer: Schlagzeug

Lasse Golz: Saxophon, Bassklarinette


Lisa Wulff Quartett


Lisa Wulff ist gut - richtig gut. Die 26-jährige Hamburgerin spielt Kontrabass und E-Bass. Sie spielt, sie singt und sie komponiert. Sie ist Sidewoman und Bandleaderin.   All das macht sie mit Hingabe und Natürlichkeit. Im März wurde sie von Nils Landgren kurzfristig als Einspringerin für eine Tour durch Deutschlands Konzertsäle engagiert, Ende Juni erhielt sie beim JazzBaltica Festival den IB.SH-Jazz Award. Lisa Wulff hat das Duo Kalis mit der Sängerin und Gitarristin Katrin Rumberg gegründet, tritt mit Musikern der Hamburger Funk- und Fusion-Szene auf und sie unterhält ihr eigenes Quartett, in dem der Saxofonist Adrian Hanack, der Pianist Martin Terens und der Schlagzeuger Silvan Strauß spielen - allesamt gefragte Musiker weit über die Grenzen Hamburgs hinaus. Mit ihnen hat Lisa Wulff jetzt das Album "Encounters" aufgenommen und ihre Kompositionen in elegisch-schönen, teils fragilen Klanggeweben zum Klingen gebracht.
Musik im Fluss
Lisa Wulff stellt auf "Encounters" wichtige Begegnungen aus ihrer noch jungen Karriere als Musikerin in den Mittelpunkt, zum Beispiel auch die mit ihrem Bass-Professor Detlev Beier an der Hochschule für Künste in Bremen. Der im Juni 2016 verstorbene Musiker hat seiner ehemaligen Studentin ganz offenbar den richtigen Weg gewiesen. Die Aufnahmen zu Lisa Wulffs Album "Encounters" zeugen von einem musikalischen Fluss, einer kollektiven Übereinkunft. Insgesamt elf Stücke wurden in knapp zwei Tagen im Studio eingespielt, getragen von einem Spirit, der sich sehr direkt vermittelt. Zu hören sind vier junge und gleichsam versierte Instrumentalisten, die einen gemeinsamen Geist atmen. Und da ist auch die Stimme von Lisa Wulff, die sehr sparsam eingesetzt den Gesamtklang des Albums um eine weitere Farbe bereichert.

Besetzung:
Adrian Hanack - sax
Martin Terens - p
Silvan Strauß - dr
Lisa Wulff - b


Mahler Jazz Quintett


Das Mahler Jazz Quintett gibt es seit dem Frühjahr 2016. Das für diese Quintettbesetzung komponierte Programm Herleinsbergers wurde seitdem erarbeitet und erfolgreich aufgeführt. Die an einem Strang ziehende Musikalität der fünf Künstler zeichnet sich durch Coolness mit einem Höchstmaß an emotionalem Ausdruck aus. Fröhlichkeit, Tanzbarkeit, Trance, Melancholie und Leichtigkeit spiegeln sich in den Kompositionen und in den improvisierten Soli wider.

Die in Hamburg beheimatete Band besteht aus Konstantin Herleinsberger (ts), Jan Kaiser (tp), Bela Meinberg (p), Christian Müller (b) und Jan Phillip Meyer (dr).

 

 

 


KALÍS


 KAtrin Rumberg - voc, git, loops

LISa Wulff - kb, eb, voc

 

Eine ungewöhnliche Besetzung erfordert viel Mut, Kreativität und Experimentierfreude.

Davon haben die beiden jungen Musikerinnen reichlich und so entstand schon bald nach der ersten musikalischen Begegnung das Duo „Kalís“.

Die Magie beim Musizieren im Duo und die Vielzahl an Möglichkeiten, die sich dadurch jedem eröffnet macht es zu etwas Einzigartigem.

Menschlich und musikalisch haben die Beiden im jeweils Anderen einen Seelenverwandten gefunden, was ihre Musik spannend und zugleich harmonisch macht.

Mit ihrem neuen Programm präsentieren die beiden Musikerinnen moderne Eigen- kompositionen und außergewöhnliche Arrangements bekannter Jazzstandards.

Mal ist es der natürliche Klang von Stimme und akustischem Kontrabass, mal der E-Bass, mehrstimmiger Gesang und der Einsatz einer Loopstation, mit dem die Beiden es verstehen, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Über all dem steht aber stets die Musizierfreude und das vertrauensvolle Miteinander, das ihre Musik so besonders macht.

 


Kinara


Das Quartett um den Hamburger Gitarristen Arne Lübbert existiert seit Mitte 2014. Während E-Bass (Ben Nestler) und Schlagzeug (Matthias Petersen) für ein mitreißendes Fundament sorgen, balancieren Trompete (Leonard Huster) und Gitarre zwischen druckvollen Unisonos und lyrisch-verträumter Zweistimmigkeit. Hin und Wieder wird dieser musikalische „Rote Faden“ kurz verlassen und es entstehen musikalische Abwechslungsmomente. Kein musikalischer Show-Off, keine endlosen Soli und keine unnötige Coolness-Attitüde. Die 4 haben einfach sichtlich Spaß an der Musik.

 

 

 

 

Arne Lübbert - Gitarre/Komposition

Arne gründete Kinara 2015 als Band für sein Diplomkonzert. Als Komponist und Dozent in diversen Stilrichtungen tätig, arbeitet und lebt er in Hamburg. Die stilistische Vielfalt ist auch bei Kinara nicht zu überhören. Außerdem ist er Mitglied des "Notion Sound Collective" und im Studio Mondbasis aktiv.

 

Ben Nestler - E-Bass

Ben ist bei Kinara seit der Gründung dabei. Als "Hausbassist" des Studio Mondbasis und der Band "Notion Sound Collective", spielt er schon seit einigen Jahren mit Arne zusammen. Nicht zuletzt durch sein fundamentales Spiel hat sich der eigene Stil von Kinara entwickelt.

 

Leonard Huster - Trompete

Der gebürtige Westfale entdeckte erst während seines klassischen Studiums die Liebe zum Jazz. Aus der Blasmusik kommend fühlt er sich in vielen Genres zuhause. "Solang es Musik ist, macht doch der Name keinen Unterschied!"

 

Matthias Petersen - Schlagzeug

Er lernte Arne 2011 in einer Bigband kennen und spielte seit dem in diversen Bands in Hamburg. Nach längerer Pause kreuzen sich die Wege der beiden bei Kinara erneut.


Matthis Rasche Quintett


Energetischer Jazz, der auch den letzten Staub aus dem Jazzclub bläst! Spaß und Konzentration, komplex und einfach, Tradition und Moderne sind für diese fünf Musiker aus Hamburg keine Gegensätze sondern eine Inspiration, durch die sie es schaffen ein vielseitiges Publikum zu begeistern. Explosiver Trompeten- und Saxophonsound verbunden mit einer stilvolle Rhythmusgruppe bilden ein Klangkonstrukt, den man nicht so schnell vergisst. Diese Jungen Herren räumen mit so einigen Vorurteilen des Jazz auf, nicht zuletzt durch ihr verdammt gutes Aussehen!

Besetzung:

 

Matthis Rasche (tp,flgh)

Max Boehm (as)

David Grabowski (git)

Franz Blumenthal (b)

Leon Saleh (dr) 

 

Weitere Infos unter:

fb: https://www.facebook.com/pages/MRQ/1546036695672912

Soundcloud: https://soundcloud.com/m-r-q-1

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCiuG26mytm9ycEmKbx2XtKA


Meinberg/Meyer/Oberbeck


Die Entwicklung dieser Formation ist erstaunlich. Durch zahlreiche 

Konzerte und Proben entwickeln sich Intuition, Reaktion und Kommunikation, 

sodass das Trio rasant und unermüdlich zu einer immer stärken Einheit 

zusammenwächst.

Wenn es die alten Broadway-Klassiker neu aufrollt, muss man auf 

Überraschungen gefasst sein, denn diese Stücke sind wahrlich gehaltvoll. 

Sie verbergen ungeahnte Möglichkeiten in sich, die diese Band aufzuzeigen 

versteht.

Auch eigene Kompositionen werden gespielt, davon offenbart manch eine den 

Einfluss der Jazz-Standarts, andere bewegen sich hingegen in modernere

Klangwelten hinein.

Die drei jungen Musiker leben und wirken in Hamburg, wo sie fester 

Bestandteil der Szene sind und unter anderem eigene Konzertreihen und 

Projekte organisieren. Sie sind Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und 

stehen stellvertretend für eine junge Generation von Jazzmusikern, auf die 

man sich freuen darf!

Béla Meinberg // Klavier

Tilman Oberbeck // Kontrabass 

Jan-Phillip Meyer // Schlagzeug


Northern Lights


Die vier Nordlichter aus Lübeck stehen für eine einzigartige musikalische Sprache. Sie nennen es "progressive pop". In diesem Genre bringen sie Komplexität und Eingängigkeit in einen nie zuvor gehörten Einklang. Ob auf Englisch oder Deutsch - jeder ihrer Songs erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte aus dem Leben der vier Bandcharaktere, deren Frontmann der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler Jonas Nay (u.a. Homevideo) ist.
Northern Lights haben sich vor allem im Hamburger Raum schon einen Namen gemacht: ob open air im Schanzenviertel oder in Clubs wie dem Knust und der Markthalle. Außerdem sicherte sich die Band im Juli 2014 den vierten Platz im Berliner Bundesfinale des weltweit größten Band Contests "Emergenza".

 

 

 

 

Besetzung:

Jonas Nay: Gesang
David Grabowski: Gesang, Gitarre
Franz Blumenthal: Bass
Jon Ander Klein: Schlagzeug

Felix Römer: Piano
Matthis Rasche: Trp
David Jedeck: Ts
Matthias Wagemann:Tr


Tilo Weber & Animate Repose


Tilo Weber ist Schlagzeuger. Dieser Satz führt womöglich in die Irre, denn er ist viel mehr als das. Wo andere Drummer sich über ihre Physis manifestieren, sucht Weber immer den Zwischenraum, das, was sich zwischen zwei Tönen oder Beats offenbart, ohne direkt gesagt werden zu müssen. Diese bei Schlagzeugern selten zu findende Gabe macht ihn zum gesuchten Begleiter für junge Durchstarter wie Pianistin Clara Haberkamp oder Vibrafonist Simon Kanzler. So kurz sich Tilo Weber erst als aktiver Musiker auf dem europäischen Jazz-Pflaster tummelt, so souverän ist doch bereits die Wahl seiner Ausdrucksmittel. Wie vor ihm in dieser Intensität nur Paul Motian, ist Weber auch und gerade dann spürbar, wenn er nicht zu hören ist. Beim Spielen ist

es ihm stets wichtig, nicht mit sich selbst beschäftigt zu sein, um seine Partner zu spüren. Seine Präsenz ist deshalb enorm, sein individuelles Energiepotential macht ihn zum Gravitationszentrum jeder Band, in die er involviert ist.

 

Diese Fähigkeit prädestiniert ihn natürlich auch selbst zum Bandleader. Weber hat grundsätzlich die Ruhe weg. Schnellschüsse sind so überhaupt nicht Sache des jungen Stoikers. Deshalb hatte er auch überhaupt keine Eile, sein Projekt „Animate Repose“ auf CD zu bringen, bevor alle Koordinaten stimmen. Mit Saxofonist Otis Sandsjö, Pianist Lucas Leidinger, Keyboarderin Liz Kosack, Gitarrist Beat Keller und Bassist Oliver Potratz sowie den Gästen Clara Haberkamp (Klavier) und Andreas Lang (Bass) umgibt er sich mit einer Riege Gleichgesinnter, die wie er fest im jüngsten Ableger der Berliner Jazz-Szene verankert sind, welcher teilweise vom KIM Collective beschrieben wird. „Animate Repose“ trägt zwar untrüglich Webers Handschrift und legt doch Zeugnis vom State of the Union einer Szene von morgen ab. Eine neue Generation von Musikern stellt sich selbstbewusst der Jazz-Routine entgegen, und Tilo Weber ist ihr Epizentrum.

 

So markiert „Animate Repose“ gleichzeitig den Willen zum Aufbruch und zum Verharren. Es ist Stillstand als Kontrapunkt zur Schnelllebigkeit und Bewegung als Gegensatz zur Geistesstarre. Weber und die Seinen sind immer an zwei Orten gleichzeitig. Die Musik deckt ein weites stilistisches Spektrum von Jazz und freier Improvisation bis an die Ränder von Rock, Pop, Ambient und Neuer Musik ab. Durch all das zieht sich ein hauchdünner Faden von romantischem Extremismus, nicht im Sinne wehmütiger Verklärung sondern eher einer trotzigen Mystifizierung des Alltags. Darüber hinaus verbindet alle Kompositionen der Grundsatz, dass sich Energie durch Konzentration manifestiert. Wenn Weber komponiert, setzt er sich nicht selten ans Klavier, noch lieber schreibt er jedoch am Bass, mit dem er sich vertrauter fühlt und der wohl auch besser seinem Geschwindigkeitsempfinden entspricht. Allerdings ist er auch als Drummer immer sehr melodiebetont. Er ist mit fertigen Kompositionen ins Studio gegangen, nur die Drumparts waren nicht ansatzweise notiert, weil er sich einfach mit seinen Freunden gehen lassen wollte. Die absolute Freiheit zur spontanen Gestaltung in einem präzise vorgegebenen Kontext erreicht ein Level an strukturierter Unbändigkeit, das man in dieser Konsequenz selten findet. Kaum zu glauben, dass dieser musikalische Weltenbeweger noch ganz am Anfang seiner Laufbahn steht, denn in seinem kreativen Augenblick kulminieren Jahrhunderte.

 

Text: Wolf Kampmann


Woottons Toy Story


Bei Woottons Toy Story ist die Bühne das Spielzimmer, in dem fünf Musiker fantastische Geschichten erzählen. Samuel Wootton, Silvan Strauß, Sebastian Wehle, Alex Eckert und Daniel Stritzke sind die Spielfiguren. Kompromisslos, humorvoll und mit fast kindlicher Neugier interpretieren sie sensibel die erdig perkussiven Rhythmen und eigenwilligen Melodienin der Musik des Beandleaders Samuel Wootton. Diese Musik spiegelt Woottons gesamtes Schaffen als Künstler wieder, mit der improvisatorischen Freiheit des Jazz, den unbestechlichen Grooves des HipHop und der Klangästhetik der ethnischen Musik. Alle fünf Musiker genießen die musikalische Kreativität des jeweils anderen, hören einander zu, reagieren auf einander und kreieren ein Fundament, um abwechselnd
als Solisten in den Vordergrund zu treten
–eine Band eben. Heraus kommt eine ganz eigene Musik, die sich nicht in Schubladen stecken lässt; genauso wenig wie das Instrumentarium des Bandleaders., dass sich aus einer riesigen Vielfalt von perkussiven Instrumenten zusammensetzt und einen tiefen Eindruck in die Klangwelten der verschiedensten Winkel der Erde erlaubt. Das ist sein Spielzeug! Toy Story!